FIBO 2016

Auch in diesem Jahr war die FIBO, die weltweit größte Fachmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit, wieder zu Gast in Köln und auch wir ließen es uns dieses Jahr nicht nehmen, ihr einen Besuch abzustatten. So ging es für fünf junge, motivierte und voller Vorfreude strotzende Sportler am Freitag, den 8.4.2016 auf in die Domstadt. 

Naja, eigentlich nur für vier, denn Sportskamerad Philipp war bereits in Köln. Die anderen trafen sich in aller Frühe am Duisburger HBF, um pünktlich um 8:22 Uhr von Gleis 4 abzufahren. Allerdings war das „pünktlich“ in Gefahr, als kurz vorher die ersten WhatsApp-Nachrichten eintrafen: „Wir finden keinen Parkplatz“ und „Kann einer `n Ticket holen?!“ Es war so klar. 

Nachdem aber auch dieses Problem gelöst und der zeitliche Rahmen noch in Takt war, stiegen wir in den RE und ... blieben stehen. Herzlich Willkommen im Berufsverkehr.

Fünfundzwanzig Minuten später haben wir dann aber auch schon einen Sitzplatz gefunden, waren schon fast in Leverkusen und konnten die Fahrt ohne größere Zwischen-und Vorfälle beenden. Ich meine so gut es ging, denn Luca war dabei und es war ja quasi noch mitten in der Nacht. Also jeder der ihn kennt weiß, dass eine vernünftige und flüssige Kommunikation so nicht möglich war. Aber die Fahrt an sich, ging von nun an reibungslos von statten. 

In Köln-Deutz angekommen trafen wir dann auf den „verlorenen Sohn“, der bereits am Vortag aus dem Schwabenländle nach Köln gereist ist und ich persönlich habe mich riesig gefreut, ihn endlich nach langer Zeit mal wieder sehen zu können. Es wurde sich also begrüßt, bekannt gemacht und schon stand dem nächsten Tagesordnungspunkt nichts mehr im Weg. Auf zu einem bekanntem Lebensmittel-Discounter! Wie in jedem Jahr. Traditionen müssen aufrecht gehalten werden. Verpflegungen und Proviant für den bevorstehenden, doch relativ langen Tag wurden gekauft und verstaut. Aber ihren Einkauf verstauen, konnten nur diejenigen, die auch einen Rucksack dabei hatten. Also alle, bis auf Luca. 

Nun endlich ging es zum Messegelände und es wurde schon kräftig gescherzt und gelacht. Gute Truppe. Vorfreude. Es kann also losgehen. Nachdem wir die Drehkreuze passiert und unsere Namensschilder bekommen haben, übrigens von einem wunderschönen pinken Schläufchen gehalten, gingen wir das minutiös und bis ins letzte Detail geplante Vorgehen unseres Messe-Besuchs durch. Mit anderen Worten, wir hatten keine Ahnung und preschten einfach drauf los. Vielleicht war es Schicksal, vielleicht war es eine unbewusste Anziehung, vielleicht Gottes Wille ... wie auch immer, unser erster Bereich war die FIBO-Power. Eigentlich ist das lustig. Wenn das jemand nicht versteht, liegt das eventuell am fehlenden Verständnis des Messe-Aufbaus:

Kurzer Exkurs: Schaut man sich in einem gängigen Fitness-Studio um, findet man allerlei Charaktere. Es gibt die Eisenbieger, die Cardio-Fraktion, die Kurs-Angebot-Menschen, die Sportler und die ‚Wannebes’ . Im Prinzip ist die FIBO genau so und für das jeweilige Klientel aufgeteilt, nur das es entsprechend große Hallen mit spezifischen Inhalten gibt. Und wie bereits erwähnt führte uns unser erster Weg ins gelobte Land der Pumper. 

Die FIBO-Power ist unterteilt in die Bereiche Bodybuilding und Kampf- und Kraftsport. Hier sind die Schwergewichte und die harten Jungs zu Hause. Die untere Halle gehörte den Kampfsportlern. Ausstatter und Aussteller verschiedener Marken und Trainingsutensilien stellten sich und ihre Produkte vor. Es gab verschiedene Mitmach-Aktionen und Vorführungen, von denen wir aber leider keine sehen konnten. Viele interessante Neuigkeiten und Trainingsmöglichkeiten gab es dennoch zu sehen und zu testen. So wurden zum Beispiel ein paar feine Tritte an der Kraftmessplatte losgelassen. Außerdem konnten wir hier für kleines Geld Kopfschützer und Pratzen für unser Gym erstehen. 

Dann ging es eine Halle nach oben und hier erwarteten uns Berge von Fleisch. Jeder Metzger hätte hier seinen Spaß gehabt. Mageres, fettfreies Fleisch, das akribisch und hingebungsvoll in Form und Symmetrie gebracht wurde. Bodybuilding! Man kann die Jungs und Mädels mögen oder hassen, man kann die Körper schön finden oder hässlich ... man muss aber definitiv den Hut vor den Leistungen ziehen. Auch wenn alle Neider jetzt sagen, dass da doch garantiert ‚gestofft‘ wird, so steckt dennoch sehr viel Disziplin, Verzicht und Wille hinter diesen Körpern. Ja, sorry an alle Nachwuchs Arnies, nur mit Mittelchen nachhelfen allein, reicht eben nicht

Beim flanieren durch die Gänge fällt schon deutlich auf das der Fokus hier auf dem Körper und der Ästhetik liegt. Berühmtheiten, Models, Hostessen etc. die ihre geformten Körper, mit wenig Stoff bedeckt, zeigen, säumen das gängige Bild. Etwas seltsam wirken jedoch die Besucher hier. Manch einer verwechselte offensichtlich die Messe mit seinem Gym und lief im Trainingslook rum. Wir mutmaßten, dass sie entdeckt werden und eine Karriere als Fitness-Model starten wollten, sprachen ihnen aber gleichzeitig die Qualifikation dafür ab. 

Besonders das Paradies für alle Freunde des dicken Bizeps, die Bodybuilding-Area, hatte in den letzten Jahren immer eine übelriechende Begleiterscheinung. Wenn man mal zu viel Eiweiß zu sich genommen hat, dann weiß man worum es geht und gerade in dieser Halle tummelten sich alle Vertreter dieser Sparte. Zu unserem Glück war es noch relativ früh und in diesem Jahr gab es nur einmal eine Geruchsbelästigung (ausgerechnet in der FIBO-Expert Halle). Ansonsten gab es hier nicht viel, was unsere Aufmerksamkeit weckte. Wie immer besteht diese Industrie zu 90% aus Supplements (Nahrungsergänzungsmittel) und Clothing (Sportmode für das Bodybuidling) und damit ähneln sich nahezu alle Hersteller. Die Show drumherum ist überragend, keine Frage. Aber mehr ist es letztlich halt nicht. 

So ging es raus aus der FIBO-Power und wir steuerten Richtung FIBO-Passion. Doch zuvor entschlossen wir uns dazu, eine kleine Pause einzulegen und etwas zu essen. Aber eine Pause einlegen und etwas essen, konnten nur diejenigen, die auch noch was hatten. Also alle, bis auf Luca. Der hatte schon zuvor fast seine gesamten Rationen weggemümmelt. Ob er dennoch was abbekommen hat und wie der weitere Tag verlief, erfahrt ihr im 2. Teil. 

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