Rennbericht Ironman 70.3 Dubai 2016

Nach ganz passablen Leistungen bei der Ironman 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden und dem Langdistanz-Triathlon (3.8km swim; 180km bike; 42km run) des europäischen Hawaiis auf Mallorca, war der Akku noch nicht ganz entleert und es zog mich zum Saisonende im November 2015 nach Benidorm zum Open Water 4km Wettkampf, welchen ich in gut einer 1h und 20min bewältigte. Danach hieß es erstmal Trainingspause und lockeres Training im Fitnessstudio um wieder zu Kräften zu kommen.

Doch bereits Anfang Dezember waren alle gut gemeinten Regenerationsratschläge dahin, als der weltgrößte Ironman-Veranstalter bekannt gab, dass Ende Januar 2016 in Dubai unter der Schirmherrschaft von Nasser el Khalifa die erste Halbdistanz in den Vereinigten Arabischen Emirate stattfindet. Schnell entschlossen und die Gelegenheit ergreifend, meldete ich mich für den „Wüstentriathlon“ (1.9km swim; 90km bike und 21km run) auch aufgrund der Warmwassergarantie an. Die Vorbereitungszeit lief gut. Ernährungstechnisch unterstützt durch „zero carb“ (trotz Weinachten!).

So kam ich gut eine Woche vor dem Wettkampf in Begleitung meiner Mutter in Dubai an. Diese „tapering“ Woche wurde von ermüdendem Sightseeing, wie beispielsweise dem höchsten Gebäude der Welt (Burj al Khalifa 818m) und der größten Shopping Mall (Dubai Mall) geprägt, aber auch, um wichtige Informationen zur für Triathleten gefürchteten ersten (Schwimm-)Disziplin zu erfahren. Dafür nutzte ich das (noch) hervorragende Wetter, um mit der Strömung und Wellengang Bekanntschaft zu machen. Obwohl ich aufgrund meiner Schwimmübungen am öffentlichen Jumairah Beach ein gutes Gefühl für das anstehende knapp zwei Kilometer lange schwimmen hatte, trübten doch die Wetterprognosen teilweise die gute Stimmung. Für den Renntag am 29. Januar, wurde laut Wetterbericht drei Tage vorher Windböjen von bis zu 70km/h gemeldet, was das Schwimmen aufgrund der dann starken Wellen sowie schwierigen Radverhältnissen in der Wüste extrem beeinträchtigt hätte.

Eine echte Lösung, außer der Überlegung, dass die Bedingungen auch den teilnehmenden Hawaii- und Weltmeister Jan Frodeno langsamer machen würde, hatte ich nicht. Deshalb Augen zu und durch lautete die Devise. Schließlich waren Startgeld, Flug und Unterkunft bereits abgebucht.

Ein weiteres Highlight vor dem eigentlichen Triathlon-Event, war die für den 27.1. verpflichtend angesetzte Wettkampfbesprechung. Durchgeführt in toller Atmosphäre im Rahmen eines Candlelight-Dinner im Jumeirah Beach Hotel, gegenüber der wohl luxuriösesten Unterkunft der Welt, dem Burj al Arab (7 Sterne). Die Top-Athleten Vorstellung mit Jan Frodeno und Daniella Ryff war für uns übrigen 1000 Age-Grouper sehr interessant. Stars zum Anfassen! Bei welcher Sportart gibt es das sonst? Profis und Amateure an einem Tisch, in einem gemeinsamen Rennen! Keine Sportart der Welt bietet dies!

 

Hinzu kam, dass Veranstalter, Gründer und Geldgeber Sheikh Nasser bin Hamad al Khalifa Himself, den Wettkampf aufnimmt und ein Preisgeld in Höhe von einer Million $  für den Sieg bei der sog. „Triple Crown Serie“ (Dubai; Bahrain und Mooloolaba (WM Australien im September)) ausgelobte. Nachdem wir uns gut mit Kohlehydraten beim Dinner versorgt hatten, ging es dann ins angrenzende Hotel um die letzte Nacht vor dem IM 70.3 Dubai zu verbringen. Allerdings war diese wenig erholsam, da sich schon vor Mitternacht der anstehende Sturm lautstark bemerkbar machte wodurch an Schlaf unmöglich zu denken war.

 

Wie das Rennen ausging, erfahrt ihr im nächsten Artikel. (JP)

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